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31.05.2021 // Opel Mokka-e ab 39 Euro … und die wettbewerbsrechtlichen Folgen

Ein prominent beworbenes Angebot für Gewerbekunden, einen Opel Mokka-e Edition ab 39 Euro netto pro Monat leasen zu können, hat nicht nur einen großen Aufschlag in der Presse erfahren, sondern auch enttäuschte Unternehmenskunden hinterlassen. Denn ausweislich der der Wettbewerbszentrale vorgelegten Unterlagen erhielten einige Gewerbekunden Wochen nach Abschluss eines entsprechenden Leasingvertrages von ihrem Opel-Händler eine E-Mail mit u.a. folgendem Inhalt:

EXKLUSIV FÜR ALLE KUNDEN,
DIE KEINEN MOKKA-E ERHALTEN KÖNNEN!

Sehr geehrter Herr …,
wir bedauern Sie davon in Kenntnis setzen zu müssen, dass aufgrund der sehr hohen Nachfrage nach dem Mokka-e die Produktionskapazität von Opel bei weitem überschritten wurde. Aufgrund dessen hat uns Opel mitgeteilt, in 2021 das von Ihnen bestellte Modell nicht mehr liefern zu können. Selbst ein unverbindlicher Liefertermin kann aktuell nicht bestimmt werden.
„Der Opel Mokka-e ist schon vor seinem offiziellen Marktstart in Deutschland im März 2021 ein großer Erfolg. Die Nachfrage in Deutschland übertrifft unsere Erwartungen deutlich. Einige Varianten des Mokka-e sind bereits ausverkauft. Andere Ausstattungslinien des Mokka-e sowie die Benziner- und Diesel-Varianten sind nach wie vor bestellbar.“ – Opel (12.2020)
Zusammen mit Opel haben wir nach Lösungen gesucht. Exklusiv für Kunden, deren Vertrag aufgrund dieser aktuellen Überbuchung storniert werden musste, haben wir vier Alternativangebote kalkuliert. Wir hoffen, dass eines davon Ihre Zustimmung findet. …
Wir werden uns kurzfristig telefonisch mit Ihnen in Verbindung setzen, um alle weiteren Details mit Ihnen zu besprechen.


Der Hersteller hat sich nun gegenüber der Wettbewerbszentrale strafbewehrt verpflichtet, es zu unterlassen, ein solches Leasingangebot zu bewerben und Kunden nach einer bestätigten Bestellung durch einen Vertragshändler mit einer solchen E-Mail anschreiben zu lassen. Der Fall zeigt anschaulich, ein derart günstiges Gewerbekundenangebot muss gerade in Zeiten zunehmender Elektromobilität sehr gut überlegt und im Hinblick auf realisierbare Lieferkapazitäten geplant und die Kommunikation mit den Vertragshändlern abgestimmt werden. Denn andernfalls besteht die reale Gefahr, sich nicht compliant mit den lauterkeitsrechtlichen Vorschriften im B2B-Bereich zu verhalten.

Weiterführende Informationen

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M 1 0043/21
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